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Kunst statt Kunststoff

Wem der Umweltschutz am Herzen liegt, hat sicherlich für sich entschieden, welchen Beitrag er dazu leistet, auch wenn es oftmals der Bequemlichkeit nicht zuträglich ist. Nun wird abermals in den Medien aufgerufen Plastikmüll zu vermeiden. Ein großes Burger-Restaurant macht es bereits möglich, dass man seinen Trinkbecher von zu Hause mitbringen kann. Der ein oder andere Schnellimbiss um die Ecke ist sicherlich erstaunt, wenn man plötzlich seinen Kaffeebecher von zu Hause mitbringt – aber für die meisten ist es kein Problem.

Nachdem man noch vor einigen Jahrzehnten gewöhnt war, dass die Einkäufe in Papier oder gar alte Zeitungen eingewickelt wurden, setzte sich doch die bunte Plasteverpackung schnell durch. Und auch aus der Küche war der Kunststoff bald nicht mehr wegzudenken.

Da bleibt die Frage nach Alternativen – also hab ich mich mal aufgemacht, habe Künstlern, Kunsthandwerkern und Designern über die Schultern geschaut. Es werden nämlich viele interessante Kurse angeboten, von Korbflechten über Aufbaukeramik, Töpfer- und Schnitzkurse bis hin zum Beutel (Einkaufstasche aus Stoff) nähen. Die Kurse sind durchweg erschwinglich bis kostenfrei und machen richtig Spaß. Alle die zu Hause kreativ sein möchten, man kann auch Schalen aus Altpapier herstellen. Die sind nicht nur sehr dekorativ, man kann auch vieles darin aufbewahren.

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Natürlich kann man auch bei den Kunstschaffenden rund um Holz, Papier, Ton und Stoff all diese künstlerisch gestalteten Alltagsgegenstände kaufen. Jährlich finden in Waldenburg der Töpfermarkt, der Kräuter- und Pflanzen(keramik)markt “Basilikum” und die Parkkunst statt. Außerdem gibt es zahlreiche weitere Kunstmärkte im Zwickauer und Altenburger Land. Zur “LaSchwiboNa” im sächsischen Remse dreht sich alles um kunsthandwerkliches aus Holz und Keramik und am 20.10.2018 findet im thüringischen Göpfersdorf der 17. Kunst- und Bauernmarkt statt.

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Meine morgendliche Kaffeetasse stammt von Reni Matthias-Tauscher. In ihrer Werkstatt befinden sich noch Öfen aus dem letzten und vorletzten Jahrhundert. Wer es moderner mag und wie ich auf violett/pink steht wird in der Töpferei Tantow fündig. Traditionelle Waldenburger Keramik gibt’s bei Peter Tauscher und noch einmal historisch wird es in der Töpferei Grünert, das Gebrauchssteingut eignet sich hervorragend für den Backofen. Im benachbarten Göpfersdorf findet ihr das künstlerische Keramikatelier von Karin Gentsch-Geist, die mit dem Maler und Grafiker Peter Geist verheiratet und die Vorsitzende des Fördervereins Göpfersdorf e.V. ist.

Ihr wollt gerne Künstler und Kunsthandwerker treffen und Euch bei einer Tasse Kaffee unterhalten?

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Dann schaut doch einfach mittwochs im Café Stefan in Wolkenburg vorbei. Wenn ihr selber Küchenutensilien töpfert oder aus Holz herstellt, dann bringt sie doch einfach mal mit!

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