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Erhaltung alter Traditionen: Der Katharienenmarkt der Töpfer und Handwerker

Märkte zum Katharinentag (25. November) blicken oft auf eine über 500-jährige Geschichte zurück.

Historische Marktrechte für diesen Tag – wie der traditionelle Katharinenmarkt – wurden in Städten vielfach im späten 15. Jahrhundert verliehen.

Die heilige Katharina gilt traditionell als Schutzpatronin der Töpfer, nach ihr benannte Kirchen finden sich noch heute in der Töpferregion rund um die Töpferstadt Waldenburg – in Göpfersdorf OT

Garbisdorf in Thüringen

sowie in

Callenberg in Sachsen.

Die Zwickauer Katharinenkirche steht bis heute, während die Chemnitzer Katharinenkirche dem städtebaulichen Maßnahmen weichen musste.

Ob historisch belegt oder künstlerische Freiheit, oft wird die Heilige in einem weißen Melissengewand (Bienenzüchterin), Schleier (verschleiert) und mit goldener Krone dargestellt.

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Früher wurde Honig

vor allem in

Tonkrügen, Keramiktöpfen und Amphoren

aufbewahrt, da diese Materialien dicht, kühl, geschmacksneutral und sehr robust waren. In der Antike nutzten die Menschen speziell angefertigte Tongefäße, während im Mittelalter und der frühen Neuzeit glasierte oder unglasierte Steinguttöpfe üblich waren. Auch Honigwein und Honigbier gab es abgefüllt zu kaufen.

Hintergründe der Töpfer-Tradition ist ihr
Gedenktag – der 25. November markiert den Namenstag der Heiligen Katharina von Alexandrien in Ägypten (s. u. a. a. berühmte Bibliothek (Wissenssammlung)).

Sie soll viele handgeschriebene Schriftrollen besessen haben – die Bibliothek in Alexandria war an eine Art Werkstatt, Handwerker-Schule, Studien-Akademie oder Denkfabrik angeschlossen, in der berühmte Wissenschaftler der damaligen Zeit arbeiteten und lebten.

Der Schutz der Töpfer:innen – die Heilige Katharina ist neben anderen Handwerkern auch

die Schutzpatronin der Töpfer.

Historischer Ursprung des Spektakels:

Viele herbstliche Katharinenmärkte dienten früher als

letzter großer Jahrmarkt vor dem Winter

und der bevorstehenden Adventszeit.

Zwischen den Keramikständen – Handwerker, Getränkestände, Obsthändler, Pferde und Kutschen auch Illusionisten (Zauberer, Magier) waren Teil der großen Jahrmarktsshow zu der die Menschen festlich gekleidet erschienen – und die Handwerker ihre

Handwerkstrachten

trugen.

In Töpferregionen beginnen u. U. die Adventsmärkte bereits am Katharienentag.

Die traditionelle Keramik ist blau bemalt – beliebt in Mitteleuropa das blaue Glockenblumen-Muster. Die Blume gilt als äußerst wichtig für Bienen, die wiederum sehr wichtig für unser gesamtes Ökosystem sind.

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Beliebt natürlich vorallem das traditionelle Hochzeitsgeschirr,

Bierkrüg’ln

und der traditionelle Sauerktauttopf.

Robustes Alltagsgeschirr: Kuchenteller, Back- und Auflauffformen, Brotbehälter,

die extragroße Kaffeetasse für den alltäglichen Kaffeegenuss nicht nur für Kaffeesachsen,

Teekannen, Gewürzdosen, Zwiebeltöpfe und

Honigtöpfe.

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Dekorative,

kunstvoll bemalte Schalen

und

individuelle große Glückwünschteller

aber auch Bodenvasen und traditioneller Baumbehang.

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Sehr beliebt auch

Gartenkeramik,

vom Blumentopf über Vogelbad bis Bienentränke sowie dekorativen Gartenfiguren wie z.B. Gartenzwerge, Engel und

die Elfenhäuschen.

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Früher waren auch die Keramiktöpfchen und Fläschlein sehr wichtig für die Aufbewahrung von

Duftwasser.

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Erhalten alter Traditionen

DIY

Natürlich gibt es (kostenpflichtige) Töpferkurse in der Töpferregion

(Töpferstadt Waldenburg)

in

Zwickau und Chemnitz kann man über „Made by you“ kreativ sein.

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Etwas weiter entfernt (ca. 1 bis 1,5 Fahrstunden), aber direkt auf Porzellan spezialisiert, sind die Kreativ-Workshops der Manufaktur in Meißen.

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Katharinenkirche Zwickau

Durch Zwickau führt der Lutherweg

ein Rundwanderweg zum pilgern (mit Anschluss an den Jakobsweg).

Für viele Töpfer:innen,

Kunsthandwerker:innen und Schneider:innen, Weber:innen, Färber:innen (etc.) beginnt der Weg in die Selbständigkeit auch in Zwickau. Hier gibt es ein Infozentrum für Gründer. Schneidern, Trachtensticken, Klöppeln – hier gibt es außerdem viele Kurse und Informationen z.B. über die VHS.

Das TITV Greiz bietet angehenden selbstständigen Ingenieuren und Meistern im Textilbereich vielfältige (kostenpflichtige) Weiterbildungs-Kurse an.

Die Tradition des Blaudrucks wird noch in Crimmitschau gelehrt – hier befindet sich auch der Färbergarten.

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Der Zwickauer Weihnachtsmarkt beginnt am 23. November 2026 und dauert bis zum 22. Dezember 2026.

Der traditionelle Katharinenmarkt ist da bereits einbegriffen.