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Bräunsdorf: Strumpffabrik

Veranstaltungshinweis:

Heimatverein Bräunsdorf e.V.

Wanderung mit Picknick

Eine interessante Vogelwanderung findet am 19.4. statt.

Treffpunkt 6:30 Uhr an der

Strumpffabrik

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Bräunsdorf ist Teil der Stadt Limbach-Oberfrohna, einer Stadt die eng mit der Textilindustrie verbunden ist. Die Tradition der Textilherstellung am Standort wird bis heute fortgeführt und natürlich auch von Vereinen auf Festen und Veranstaltungen touristisch in Szene gesetzt.

Für detaillierte Informationen zu spezifischen Gebäuden oder ehemaligen Kleinbetrieben in Bräunsdorf ist ein Blick in das Esche-Museum das Museum für Textilgeschichte in Limbach-Oberfrohna oder das Stadtarchiv empfehlenswert.

Die Region war auch für Leinenweberei (Leinenstoffe) und Blaudruck bekannt – die Verwendung in der Trachtenschneiderei fanden und bis heute in Mode geblieben sind.

Die waschbaren Leinenstoffe sind sehr angenehm zu tragen, was z.B. Arbeiten wie Heuwenden sehr erleichtert. Sie waren die typischen Sommer-Dirndl der Mägde auf den Höfen.

Die Kleider werden bis heute sehr gerne an sehr heißen Tagen zu Volksfesten getragen und sind als sogenannte Blaudruck „Waschdirndl“ bis heute im Handel erhältlich.

Blaudruck als Teil der kulturellen Tradition

Im Juni 2019 wurde dieses jahrhundertalte Handwerk als Immaterielles Kulturerbe anerkannt.

Nach Angaben der UNESCO-Kommission soll in Deutschland gerade noch ca. ein Dutzend geben.

Heuwiesen gibt es in vielen deutschsprachigen Gebieten: Gemeinsam mit dem Salzburger Heimatwerk hat Servus ein Dirndl aus handgemachtem Blaudruck-Leinen geschaffen – das als das originale Servus-Dirndl erhältlich ist.

Dazu gehören natürlich auch

Strümpfe:

Feine Trachtenstrümpfe oder Kniestrümpfe

Besonders stilvoll wirken cremefarbene oder weiße Kniestrümpfe, gerne mit traditionellem Ajour-Muster oder Lochmuster.

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Fränkische Siedler

Deutsche Kolonisten aus Rheinfranken gründeten zahlreiche Dörfer zwischen Mulde und Chemnitzfluss.

Die Geschichte des Ortes Bräunsdorf ist höchst interessant von fränkischen Siedlern, die einst hier leben – über das Kloster Geringswalde bis hin zum Rittergut, das als Vorwerk zu

Schloss Kaufungen

diente. Auch der Schlossherr von Wolkenburg nannte teilweise diese Ländereien sein eigen.

Das Kloster St. Marien in war eine Benediktinerinnenabtei (Nonnen) die am Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet und nach der Reformation durch Luther im 16. Jahrhundert aufgelöst wurde.

Begründer und Schutzvögte des Klosters war die adlige Familie von Schönburg.

Das Siegel des Klosters zeigte die stehende Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm und zu ihren Füßen eine Mondsichel.

Kulturell gesehen ist Franken eine Region in Bayern mit starker Eigenidentität, die sich deutlich vom altbayerischen Raum unterscheidet. Kulinarisch vorallem durch Bier und Lebkuchen bekannt. Hier wird auch altes Handwerk wie Klöppeln und Schnitzen gepflegt. Der Frankenwald (mit Flösserei) bietet viel Holz für Kunst.

Porzellan ist in Franken, insbesondere in Oberfranken, von enormer kultureller und historischer Bedeutung – es prägt die Region seit über 200 Jahren. Die Waschbarkeit von Leinen wußten auch, die, die mit Ton arbeiteten zu schätzen.